Eine eigene Radiosendung machen

 

Der Radiosender im Hobbykeller

 

Ein Konserven-Radio mit im Voraus hochgeladenen Musiktiteln und Beiträgen ist in der Regel technisch die einfachste Variante. In diesem Artikel widmen wir uns der technisch etwas anspruchsvolleren und deutlich spannenderen Aufgabe, ein echtes Live-Programm zu senden. Doch welches technische Equipment braucht es ?

 

Broadcasting – technisches Equipment

 

Wir benötigen:
– Windows-PC
– DSL Anschluss
– Winamp mit SHOUTcast Radio DSP Plug-in
– Mikrofon, falls Sprache gesendet werden soll
– Account bei einem ShoutCast Hoster

DSL Anschluss für eigene Radiosendung

 

Ein 16 Mbit DSL-Anschluss ist in der Regel vollkommen ausreichend. Bei der Auswahl des DSL-Anschlusses sollte besonderer Augenmerk auf die mögliche Uploadgeschwindigkeit gerichtet werden. Um mit 128 kbit senden zu können reichen zwar theoretisch die 128kbit, in der Praxis aber gibt es möglicherweise Probleme, sobald gleichzeitig gesurft wird. Grundsätzlich bietet es sich an, einen DSL-Router mit QoS (Quality of Service) zu verwenden, der den Upstream zum ShoutCast Hoster gegenüber anderem Traffic bevorzugen kann.

 

Winamp und SHOUTcast für eigene Radiosendung

 

Winamp sowie das SHOUTcast Plug-in sind frei im Internet erhältlich. Winamp ist ein kostenloser Medienplayer, mit dem Playlists erstellt und Audiodateien abgespielt werden können. Das SHOUTcast Plug-in sorgt dafür, dass beliebige Inhalte encodiert und zu einem SHOUTCAST Server ins Internet gestreamt werden, wobei es sich bei den Inhalten sowohl um Winamp Playlists, als auch um den Mikrofoneingang des Computers handeln kann.

 

Mikrofone für eigene Radiosendung

 

Soll ein Mikrofon verwendet werden, ist ein USB-Mikrofon einem günstigen, analogen Mikrofon vorzuziehen. So wird das Audiosignal bereits innerhalb des Mikrofones digitalisiert, der Störpegel wird niedriger. Wer dagegen das Old-School Radio-Feeling braucht, sollte zu Sprechermikrofon, Mischpult und High-End Soundkarte greifen.

 

Eigene Radiosendung machen

 

Eigentlich könnte es schon losgehen. Beim Internetradio baut jedoch jeder Hörer eine eigene Verbindung zum Streamingserver auf. Mit einem 512kbit Upload könnten von einem Heim-DSL-Anschluss gerade einmal drei bis Hörer versorgt werden. Für das globale Radio aus dem Hobbykeller bedient man sich deshalb eines SHOUTCAST Hosters (streamplus.de), der den Stream über schnelle Datenverbindungen weiterverteilt. Der gewiefte Systemadministrator installiert den SHOUTCAST Server auf einem angemieteten Rootserver im Rechenzentrum. In jedem Fall fallen Kosten an (ab ca. 10€/Monat).
Ist alles richtig eingerichtet, wird jeglicher Sound, der auf dem PC abgespielt oder ins Mikrofon gesungen wird, vom Winamp Plug-in encodiert und ins Web gestreamt, wo die Daten dann vom ShoutCast Server weiterverteilt werden.

 

Vor dem Senden einer Radiosendung aufgepasst

 

Einen Wermutstropfen gibt es vor allem für diejenigen, die gerne ihre Lieblingssongs aus den Charts senden möchten:
Für den Betrieb eines Webradios sind in der Regel Lizenzen bei der GEMA und der GVL zu erwerben. Diese richten sich nach unterschiedlichen Faktoren und sind auf den Websites der beiden Institutionen zu beziehen. Selbst beim Betrieb nicht-kommerzieller Webradios werden in der Regel mindestens einige Hundert Euro fällig. Die Verträge der GVL schließen zudem bestimmte Arten von Sendeverhalten aus; so gelten beispielsweise einige Regeln für das Streamen von Programmschleifen.
Wem die Lizenzkosten für das Hobbie „Radio“ zu hoch sind, kann sich mit gleichgesinnten zusammenschließen und die Kosten teilen. Wer GEMA und GVL ein Schnippchen schlagen möchte, kann auf GEMA- und GVL-freie Musik zurückgreifen – wie beispielsweise „RadioFreieWelle“.

Hinweis: Für die Richtigkeit des rechtlichen Teiles (GEMA, GVL) kann ich trotz sorgfältiger Recherche keine Haftung übernehmen!

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